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Zeitreise in die Vergangenheit

In Palmyra, einer Oase auf halbem Weg zwischen Damaskus, der Hauptstadt Syriens, und dem Euphrat, steht der kultivierte Europäer wie ein staunender Taferlklassler vor den antiken Zeugnissen zweitausendjähriger Kultur. Noch 1500 Jahre älter ist die Keilschrift, das erste Alphabet der Welt, dessen sich schon Palmyrener im alten "Tadmor", wie die Araber noch heute Palmyra nennen, bedienten, als unsere Vorfahren noch etwa fünfzig Generationen lang auf ihr lateinisches ABC warten mußten.

Bei fast 40 Grad Hitze, in der staubtrockenen Luft aber kaum als unangenehm wahrnehmbar, wandern wir stundenlang durch die gewaltigen Ruinen des Baal-Heiligtums aus dem 1. Jahrhundert, durch die eindrucksvolle antike Stadt, die sich mit ihren Straßen, Säulen und monumentalen Bögen über mehr als zehn Quadratkilometer erstreckt, und durch die palmyrenischen Grabtürme und Tempelgräber.

Einer Quelle, die inmitten der Wüste seit Jahrtausenden sprudelt, verdankten die Oase und Palmyra ihr Entstehen und ihre Blüte, die dann in der osmanischen Zeit erlosch. Das klare, blauschimmernde, warme Wasser ist leicht schwefelhaltig und radioaktiv, was den Palmen und Olivenbäumen der Oase aber nicht schadet.


Palmyra

Im Land der tausend Seen

Im Sommer war ich in Finnland. Wir paddelten mit Kajaks über einen tiefen, dunklen, kalten See. Wie kalt er wirklich ist, konnte ich feststellen, als ich hineinsprang! Ich wärmte mich auf einem großen Felsen sitzend in der Sonne wieder auf. Währenddessen machte mein Begleiter Feuer und kochte herrlich duftenden Kaffee.

Im Winter sind die Seen großteils zugefroren. Ich war auch im Winter dort. Viel Schnee gibt es hier bis Ende April zum Langlaufen, Skifahren und für lange Motorschlittenfahrten.
Nur die Sonne muß der Polarkreis-Besucher in diesen Monaten vergessen, denn die hält in Lappland derzeit ihren Winterschlaf und sorgt nur kurz für mattes Tageslicht auf Sparflamme. Aber schon im März, April bleibt es bis in die Nacht hinein hell, im Mai, Juni und Juli macht die Sonne gar die Nacht zum Tage, geht 24 Stunden lang nie ganz unter. In Rovaniemi, der Provinzhauptstadt Lapplands am Zusammenfluß der großen lappischen Ströme Kemijoki und Ounasjoki, brennen als Willkommensgruß da und dort in großen Blechdosen arktische Feuer vor Hauseingängen.
Noch andere Lichter ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich. Die unübersehbare Brücke Jätkänkynttiöä ist von einer ewigen Flamme hell erleuchtet. Beleuchtet ist auch der mitten in der Stadt liegende "Fjäll", der Hausberg Ounasvaara mit seiner Sprungschanze, seinen Slalomhängen und schönen, langen Loipen, wo Sportler auch in der Nacht im Scheinwerferlicht trainieren können. Ganz seltsam mutet ein beleuchtetes riesiges Glasgebilde an, das tief unter die Erde reicht. Es ist das in einen Flußhang des Ounasjoki eingebettete Arktikum, ein Wissenschaftszentrum und eindrucksvolles Lappen-Museum. Ein Besuch im Arktikum ist ein beschauliches Abenteuer für alle, auch für Kinder, die das harte Leben und die Überlebenskunst der Menschen im hohen Norden von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart interessiert.

Essen wie im Schlaraffenland

Zypern ist nicht nur berühmt wegen der Sonne, wegen seiner Strände und dem azurblauen Meer, seiner Kultur und seinen freundlichen Menschen. Auch ein Essen in einer Taverne sollte man sich einmal gönnen, die berühmte Mezé: Da kommen bis zu dreißig (!) verschiedene Gerichte auf den Tisch:
Salat und Tzatziki, Fleischbällchen, gegrilltes und gebratenes Lamm-, Schweine- und Rindfleisch, Dolmades, Keftedes, gefüllte Zucchini, Loukanika, Kalamari, Krabben, Souvlaki, Oliven, Scheftelies, Früchte und Süßigkeiten. Dazu trinkt man das zypriotische Keo-Bier und einheimischen Wein.

Mit Mietautos läßt sich bequem das Landesinnere erforschen. Und auch hier begegnet einem immer wieder die 9000 Jahre alte Geschichte und Kultur dieser schönen Insel im Mittelmeer.

Auf der Fahrt durch das 80 Kilometer lange Troodos-Gebirge besuchen wir alte, berühmte Klöster und kleine Dörfer mit malerischen Gässchen und Plätzen. Der Duft von vielerlei Blüten liegt in der Luft. Fleißige Frauen nadeln an ihren berühmten Handarbeiten, die sie zum Kauf anbieten. Auch die typischen zypriotischen Süßigkeiten oder Thymian- und Orangenhonig werden überall offeriert.

Und wer Glück hat, erlebt ein besonderes und äußerst seltenes Ereignis, das die Zyprioten mit großer Freude registrieren: Nach monatelanger Trockenheit beginnt es plötzlich heftig und mehrere Stunden lang zu schütten. Die Freude ist deshalb so groß, weil Trinkwasser auf Zypern rar ist. Gut, daß die trockenen Felder - sonst künstlich bewässert - wieder einmal tüchtig gegossen und die Wasser-Reservoire wieder aufgefüllt werden.

Finnland


Zypern

 

 

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